Brigitte und Thomi Downunder

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Kurzreisebericht fuer Ungeduldige 

Hobart: Farbenfroher Samstagsmarkt am Salamanca Place. Mt. Wellington (1250m), Botanischer Garten. Battery Point mit alten viktorianischen Haeusern.
Nachtleben/Restaurants in Hobart: Fischbeizen und italienische Beizli am Salamanca Place
Westkueste: World Heritage Gebiet mit schoenen Nationalparks (Mt. Field, Cradle Mountain) mit langen Wanderungen, Wasserfaellen, Regenwald und idyllischen Seen - viel Regen und arktische Kaelte!
Nordkueste: In Devonport Ankunft der Ferry von Melbourne. Bierbrauerei. Launceston ist ein schoenes touristisches Staedtchen, Cataract Gorge.
Inland: Landwirtschaft, Schaf- und Rinderzucht, Mohnfelder, einige Rebbauern
Ostkueste: Bicheno: die Fairy Pinguine kommen nachts an den Strand. Freycenet Nationalpark mit herrlichen Wanderungen zum Mt. Amos, Wineglass Bay, Honeymoon beach. 
Suedkueste: Historisches Port Arthur (bis 1877 Gefaengnisstadt), Meeresklippen. 

 

Tasmanien Rundreise 7.12. - 14.12.02

Aus dem Flugzeugfenster (von Melbourne her) sieht Tasmanien sehr huegelig und sehr gruen aus und nicht sehr bewohnt.

In Hobart sind wir in einem alten Kolonialhaus mit hohen Raeumen und Himmelbett untergebracht. Obwohl es Samstagabend ist, ist ziemlich tote Hose im ca. 45 Min. entfernten Stadtzentrum.

Um 6 Uhr frueh holt uns der Tourbus von Adventure Tour ab zu einer 6taegigen Rundreise. Mitreisende sind Asiaten, Hollaender, Amerikaner, Deutsche und Englaender. Ausser dem Tour Guide sind wir die einzigen Aussies! Der Tour Guide Garreth ist so dunkelgruen wie Tasmanien und gibt uns stundenlang interessante Vortraege ueber die Nationalparks, die alle geschuetzt und als World Heritage Gebiete eingetragen sind.

Zuerst fahren wir durch Schaf- und Rinderzuchtgebiet nach New Norfolk Richtung Westen zum Mt. Field Nationalpark, wo wir zu Wasserfaellen wandern. Im Wald hats tropische Farnbaeume und viel Moos, leider auch Blutegel, da es sehr feucht ist. Die Farnbaeume wachsen langsam und werden ca. 900 Jahre alt.

Natuerlich regnets auf der westlichen Inselhaelfte praktisch immer und die arktische Kaelte laesst gruessen. Gottseidank haben wir den Faserpelz dabei.

Der Cradle Mountain Nationalpark ist sehr idyllisch und unberuehrte Natur. Bei schoenem Wetter waere hier ein herrliches Picknickplaetzchen am Lake St Clair. Wir fluechten jedoch vor dem Regen und gruppieren uns vors Cheminee zum Lunch. Weiter fahren wir zum Nelson Nationalpark inklusive Wanderung zu den Nelson Falls. Die Luft ist einmalig sauber und frisch.

In Queenstown - einer ehemaligen Kupferminenstadt - lassen die Leute ihre Haeuser einfach zurueck, da sie keine Kaeufer finden, wenn sie wegziehen. Hier sind die Haeuser noch erschwinglich, z.B. gibts fuer AUS 6000 schon ein schmuckes Holzhaeuschen. Der Staat gibt Erstkaeufern eine einmalige Summe von AUS 7000 als Geschenk, also kann man hier sozusagen ein Haus gratis haben!

Ueber eine gewundene Bergstrasse erreichen wir Tullah am Lake Rosebury, wo uns Heizung und Heizdecken im Zimmer erwarten. Sonnenschein und Regenschauer wechseln sich ab. Frueher eine Goldgraeberstadt, wird Tullah heute nur noch touristisch genutzt. Fruehmorgens fassen wir ein Kanu und paddeln auf dem riesigen See rum. Stille und Vogelgezwitscher.

Weiterfahrt ins Hafenstaedtchen Strahan zum Wuerstchenlunch. Huebsches Fischer-Staedtchen. Dann fahren wir durch Zeehan, frueher eine Silberminenstadt, die so reich war, dass sie sich Caruso im lokalen Theater live leisten konnten.

Wir wandern 3 Std. zu den Montezuma Faellen, dem groessten Wasserfall Tassies. Am noerdlichen Ende des Cradle Mountain N.P. liegen die Berggipfel in dichtem Nebel (sonst haetten wir raufsteigen muessen). Unser Tourguide findet jedoch eine Alternative, so dass das Wandern nicht zu kurz kommt. Ca. 2 St. um den Lake Dove und dann in die Hoehe bei starken Windboen zu den Waldheim Huetten, wo der oesterreichische Naturforscher Gustav Weinberger von 1872 bis 1928 lebte und arbeitete. Hier sehen wir auch Kaengurus und ein dickes Wombat.

Wir fahren an Mohnfeldern vorbei, die unter strengster Kontrolle fuer auslaendische Morphiumfirmen angebaut werden. Devonport, die Hafenstadt, wo die Ferry nach Melbourne faehrt, ist das naechste Ziel. Ausser dem Hafen nicht so sehenswert.

Launceston liegt im Nordosten und ist ein attraktives Staedtchen mit schoenen Haeusern und einer Schlucht (Cataract Gorge) zum durchwandern, oder als Alternative (vor allem fuer die Japaner) gibts ein Luftseilbaehnchen. Weiter im Inland sind die riesigen Gum Trees. Ueber den Elephant Pass gelangen wir zu einem Tierpark, wo wir der Fuetterung der Tasmanischen Teufel beiwohnen.

Unterdessen sind uns beiden die Schuhsohlen von den Wanderschuhen gefallen vom vielen Wandern - aber jetzt wirds sowieso etwas gemuetlicher.

An der Ostkueste in Bicheno gibts Blowholes. Schoener Sonnenuntergang und nach dem Nachtessen fahren wir zum Strand, wo Hunderte (ca. 800) von Fairy Pinguinen (max. 30 cm hoch) an Land kommen, um Eier zu legen, Junge zu fuettern und Parties zu feiern. Ihr Leben ist so stressig, dass sie nur 6 Jahre alt werden, waehrend sie in Gefangenschaft, wo die Feinde und der Beschaffungsstress wegfallen, bis zu 20 Jahre alt werden. Im Pub trinken wir aus Plastikbechern das Tasmanische Cascade Bier.

Ein weiterer Hoehepunkt der Rundreise ist der Freiycenent N.P., wo die Angefressenen den Mt Amos besteigen, waehrend wir uns auf den Abstieg zur beruehmten Wine Glass Bay begeben, wo schon die Queen Lise ein Picknick machte.

Port Arthur ist bekannt fuer seine Strafgefangenen-Vergangenheit. Hier machen wir nachts eine gruselige Ghost Tour (leider ohne Gespenst). Auf der vorgelagerten Todesinsel sind ca. 1800 Gefangene begraben. Port Arthur war bis 1877 ein Gefaengnis. Es gab hier schlimme Schicksale, so wurde man bereits fuer den Diebstahl von Lebensmitteln von England nach Australien verbannt. Am naechsten Tag machen wir eine gefuehrte Tour und erfahren viel ueber die dunkle Vergangenheit Australiens. Es hat auch ein sehr interessantes Tourist Centre.

Entlang einer idyllischen Felskuestenlandschaft fahren wir zurueck nach Hobart, wo wir auf dem 1250 m hohen Mt Wellington eine herrliche Rundsicht haben. Wir treffen uns zum Abschiedstrunk in der Stadt am Salamanca Place, wo doch tatsaechlich eine Art Nachtleben stattfindet.

Am Samstag gehen wir zum Salamanca Markt, wo ein bisschen italienische Hafenatmosphaere aufkommt. Gute Stimmung und die Sonne scheint. Es hat viele Galerien und Beizli und sogar einen Bratwurststand!

Nach einem Spaziergang durch Battery Point, dem historischen Teil von Hobart mit viktorianischen Haeusern, fahren wir mit der Faehre zum Botanischen Garten, einer wunderschoenen Anlage. Hier ist Pete's Vegie Patch (Gemuesebeet), den wir vom TV her kennen. Wir geniessen im Beizli einen Devonshire Tea und verpassen den letzten Bus, so dass wir eine gute Stunde zurueck ins Hotel marschieren muessen. Tasmanien ist eben ein Wanderland!

Am naechsten Morgen fliegen wir fuer drei Tage nach Sydney, das das pure Gegenteil ist - Hektik, Laerm, dicke Luft - aber mit vielen interessanten Sehenswuerdigkeiten, bevor wir zurueck nach Perth fliegen, um mit Thomi's Bruder und Familie Weihnachten zu feiern.

Und natuerlich duerfen auch hier ein paar Foeteli nicht fehlen: (zum Vergroessern draufklicken)

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Tasmanien von oben

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Farnwaelder

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Unser Tourbus

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Lunch in Strahan

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Strahan - Westkueste

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Regenwald

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Wanderung

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Montezuma Falls

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Riesen Gumtree

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Haengebruecke

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Cradle Mountain N.P.

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Wandervoegel

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Pub in Devonport

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Nordkueste mit Schafen

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Cataract Gorge Launceston

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Der tasmanische Teufel

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Wombat mit Thomi

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Have a break!

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Ostkueste

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Wineglass Bay - Freycenet N.P.

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Thomi (allein) am 
Honeymoon Beach

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Historisches Port Arthur

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sieht aus wie Tasmanien-Karte

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Suedkueste

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Unsere internationale Reisegruppe

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Aussicht vom Mt Wellington auf Hobart

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Hobart von oben

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Samstagmarkt in Hobart